Strukturarchiv 2017 Oktober

Struktur im Leben
Eine Struktur für deine Orientierung im Leben

Inhalt

Struktur im Leben – So findest du dich in deinem Leben zurecht
Schlüssel: Struktur
Trick: Die Lebenslandkarte als Navigationssystem
1. Das Leben – Sinnvolles Dasein – oder: „Ich liebe mein Leben!“
Schlüssel: Sinn des Lebens
Trick: eigene Aufgabe
2. Das eigene Leben
2.1 Wahl Was gut tut – Sich frei entfalten – oder: „Ich darf sein!“
Schlüssel: Werte in Freiheit
Trick: eigene Werte (für eine eigene Anleitung beziehungsweise Ethik)
2.2 Handlung – Jetzt, nicht später – oder: „Ich nutze meine Fähigkeiten!“
Schlüssel: Verantwortung im Hier und Jetzt
Trick: eigene Fähigkeiten
2.3. Gesellschaft – Alles Begegnung oder: „Ich bin freundlich!“
Schlüssel: Begegnung in Liebe
Trick: eigene Persönlichkeit
2.4. Erfahrung – Alles wird gut- oder: „Ich bin, was ich bin!“
Schlüssel: Analyse in Ruhe
Trick: eigenes Selbstbewusstsein
3 Das gelingende Leben (und das glückliche Leben)
3.1 Bereich „die gute Wahl“
3.1.1 Entscheidung – Kopf oder Zahl – oder: „Ich weiss, was ich will!“
Schlüssel: Gesamtziel
Trick: Stimmigkeit der Entscheidungskriterien
Praxis: Prioritäten, Entscheidungskriterien, Zögern, Konsequenz
3.1.2 Lebensbereich – Ein Bereich von Resonanz
Schlüssel: Tugend
Trick: Bedürfnis
Praxis: Sicherheitsbedürfnis, körperliches Bedürfnis, soziales Bedürfnis, Bedürfnis nach Transzendenz
3.1.3. Ärger und Wut – Begehrlichkeiten – oder „Cool bleiben!“
Schlüssel: Gelassenheit
Trick: Askese
Praxis: falscher Weg,  Verzicht, Hilfe durch andere, Erfolg durch Nichttun
3.1.4 Glück der Vorfreude – oder: „Ich bin zuversichtlich!“
Schlüssel: Haltung
Trick: Die positive Denken
Praxis: Erkennen, Auskosten, Humor, Schatz
3.2. Bereich Handeln
3.2.1. Energien – Ressourcen der Lebensführung oder „Ich bin stark!“
Schlüssel: Wirtschaften
Trick: Vermehrung durch aktiven Einsatz
Praxis: Festlegung, Einsatz, Räuber, speichern
3.2.2 Tätigkeit – Das Herz eines Lebenskonzepts – oder „Ich erreiche mein Ziel!“
Schlüssel: Zielsetzung
Trick: Willenskraft
Praxis: Selbstdisziplin, Motivation, Überwindung Impulse, Gewohnheit
3.2.3 Ängste & Sorgen oder – Augen zu und durch – „Ich vertraue mir.“
Schlüssel: Vertrauen
Trick: Achtsamkeit
Praxis: Abstand, Mut, Unterstützung, Selbstvertrauen
3.2.4 Glück des Tuns – die pure Lust oder : “Be happy!“
Schlüssel: Herausforderung
Trick: Flow
Praxis: Erkennen, Auskosten, Humor, Schatz
3.3. Bereich Gesellschaft
3.3.1 Kommunikation – So gelingt der Informationsaustausch
Schlüssel: Stärke durch Authentizität
Trick: Gewaltfreie Kommunikation oder auch einfühlsame Kommunikation
Praxis: Begrüßung , Sachlichkeit, Zuhören, Verabschiedung
3.3.2. Beziehung – Gemeinsam stärker – oder :“Wünschte, du wärst hier.“
Schlüssel: Win-Win-Verhältnis
Trick: Einladung
Praxis: Respekt, aus Selbständigkeit heraus, Unterstützung, Bindung
3.3.3. Böses & Co. – Zeichen von Gier und Angst – „Hilf mir!“
Schlüssel: Verstehen
Trick: nicht provozieren lassen
Praxis: Abstand, Argumente, Mediation, Trennung
3.3.4 Glück der Gemeinschaft – Liebesglück – oder: „Ich bin dankbar!“
Schlüssel: Dankbarkeit
Trick: Teilen
Praxis: Erkennen, Auskosten, Humor, Schatz
3.4.1 Energiehaushalt – Alles knapp – oder: „ich weiss, was ich kann“
Schlüssel: Buchführung
Trick: Budgetierung
Praxis: Kalender , Aufgabenverwaltung, Finanzplan, Dokumentablage
3.4.2 Erfolg – Alles gut gegangen – oder: „Ich habe Erfolg“
Schlüssel: Bemühungen und Glück
Trick: Selbstsicherheit
Praxis: zu Ende führen, Aufräumen, verfügbar machen, Pause
3.4.3 Misserfolg und Stress – Ruhig Blut – oder: „Ich nehme mich an!“
Schlüssel: Selbstannahme bei Misserfolg
Trick: Kontrolle gegen Stress
Praxis: – Stoppen – Loskoppeln, (Teilebearbeitung) – Rest geschehen lassen – Änderung
3.4.4 Glück der Zufriedenheit – die größte Freude – oder: „Ich habe in mir Heimat!“
Schlüssel: In sich beheimatet sein
Trick: Muße
Praxis: Erkennen, Auskosten, Humor, Schatz

Struktur im Leben – So findest du dich in deinem Leben zurecht

Das Leben ist schön. Doch oft geht sein Glanz in dem Durcheinander und den Anforderungen des Alltags unter. Manchmal verlieren wir uns im eigenen Leben. Damit unsere eigene Lebensführung wieder gelingt, müssen wir uns in unserem Leben zurechtfinden. Hierbei hilft uns eine Struktur zur Orientierung in unserem Leben.

Anfängliche Orientierung geben uns unsere inneren Antriebe und Gefühle, die Tradition, die Familie und Gesellschaft, die Kultur. Aufgrund eigener Erfahrungen gelingt es uns im weiteren Lebensverlauf immer besser, eigene Strukturen für unser Leben zu entwickeln und zwar gemäß unserer eigenen, ganz persönlichen Vorstellung von unserem Leben.

Mit dieser Vorstellung von sich selbst haben wir so etwas wie ein Navigationssystem für das Leben

Mit einer solchen Vorstellung erstellen wir unseren eigenen Lebensentwurf.

Wir gestalten unser Leben entlang dieses Lebensentwurfs.

Wir wissen was uns wichtig und wertvoll ist. Entschieden und voller Energie gehen wir einen uns taugenden Lebensweg. Dabei lassen wir uns von den Widrigkeiten des Lebens nicht so schnell aus der Bahn werfen. Unsere eigene Selbstverwirklichung gemäß unserer Lebensvision macht uns glücklich. Ein Lebensentwurf hat Ähnlichkeit mit einer Landkarte. Eine Landkarte besteht aus:

(1) einer Legende mit Definitionen und Regeln,
(2) Koordinaten zur Gliederung,
(3) Orten und Bereichen,
(4) einem Wege- und Straßennetz, das die dargestellten Orte und Bereiche miteinander verbindet.

Auch unserem Lebensentwurf liegen Regeln zugrunde. Er ist gegliedert und beschreibt einzelne Lebensbereiche. Er zeigt mögliche Lebenswege auf.

Wenn wir unseren Lebensentwurf entsprechend einer Landkarte darstellen, erhalten wir eine Lebenslandkarte. Dem Lebensentwurf können die gleichen Strukturen einer Landkarte zugewiesen werden

Schlüssel: Struktur

Ein Schlüssel für den eigenen Lebensentwurf ist eine gültige Struktur als Regel zur Gliederung von Lebensinhalten.

So werden Bezüge der Lebensinhalte zueinander deutlich.

Wie bei einem Mosaik wird den einzelnen Lebensinhalten Platz in unserem Leben zugewiesen

Unsere Lebenslandkarte hat eine Strukturregel, besteht aus einem Strukturraster, in dieses Strukturraster werden die Lebensinhalte eingepasst, so entsteht eine für unser tägliches Leben nutzbare Lebenslandkarte.

1. Strukturregel

Vorgänge im Leben haben einen Anfang und ein Ende. Dazwischen liegt eine Aktion begleitet von der Reaktion auf hinzutretende Einflüsse.

Hieraus ergibt sich die Abfolge: Anfang -Aktion – Reaktion – Ende. Diese Viererabfolge ist im Folgenden unsere Strukturregel.

2. Das Strukturraster

Mit dieser Strukturregel können wir ein Strukturraster erstellen. Hierzu wird ein Basiselement gemäß der Strukturregel in vier Einzelelemente unterteilt.

Diese vier einzelnen Elemente werden anschließend wiederum unterteilt. Unsere Strukturregel wird gleichsam auf sich selbst angewendet. Hierdurch entstehen weitere 4 mal 4 Einzelelemente. Diese werden durch 4 nebeneinanderstehende Säulen bestehend aus jeweils 4 von unten nach oben angeordneten Elementen dargestellt.

3. Lebensinhalte

Für die Verwendung des Strukturrasters in unserem Lebensalltag, werden den einzelnen Elementen Lebensinhalte wie in einem Setzkasten oder wie bei einem Mosaik zugeordnet.

– Leben

Die Basis in unserem Strukturraster ist das Leben selbst. Es bildet die Grundlage für unser eigenes, persönliches Leben.

– Wahl – Handlung – Gesellschaft – Ergebnis

Wie bei der Beschreibung des Strukturrasters aufgeführt, wird das Basiselement „Leben“ vierfach untergliedert entsprechend der Strukturregel (Anfang, Aktion, Reaktion, Ende).

Für eine selbstbestimmte Lebensführung treffen wir am “Anfang”, eine Wahl darüber, was guttut (Kap. 2.1), dann erfolgt eine “Aktion” mittels der Handlung (Kap. 2.2) bei gleichzeitiger “Reaktion” auf Einflüsse der Gesellschaft (Kap. 2.3), um am “Ende” eine bestimmte Erfahrung (Kap. 2.4) zu machen.

Der daraus entstehende Leitfaden ist viergliedrig.

Nun wird weiter untergliedert: Die vorbeschriebenen Lebensinhalte (Wahl, Handlung, Gesellschaft und Ergebnis) werden nochmals untergliedert, und zwar wiederum entsprechend der Strukturregel (Anfang, Aktion, Reaktion, Ende).

Wahl: – Entscheidung – Lebensbereich – Gier und Wut – Glück der Zuversicht

Mit der Überlegung, was uns guttut, treffen wir anfangs eine Entscheidung (Kap. 3.1.1) für einen bestimmten Lebensbereich (Kap. 3.1.2), dabei meiden wir die uns beeinflussenden Begehrlichkeiten sowie Wut und Ärger (Kap. 3.1.3) und genießen das Glück der Zuversicht (Kap. 3.1.4).

Handeln: – Energie – Tätigkeit – Ängste und innere Widrigkeiten – Glück des Tuns

Für unser Handeln setzen wir Energie ein (Kap. 3.2.1) führen dann die Tätigkeit aus (Kap. 3.2.2), überwinden die uns beeinflussenden Ängste und sonstige innere Widrigkeiten (Kap. 3.2.3) und genießen das Glück des Tuns (Kap. 3.2.4).

Gesellschaft: – Kommunikation – Beziehung – Boshaftigkeiten- Glück der Gemeinschaft

Für die Einbeziehung der Gesellschaft setzen wir Kommunikation ein (Kap. 3.3.1) treten dabei zu unseren Mitmenschen in Beziehung (Kap. 3.3.2), ignorieren an uns herantretende Boshaftigkeiten. (Kap. 3.3.3,) und genießen sodann das Glück der Gemeinschaft (Kap. 3.3.4).

Erfahrung: – Energieverwaltung – Erfolg – Stress & Misserfolg – Glück der Zufriedenheit

Zur Überprüfung des Ergebnisses bilanzieren wir die für uns vorhandene Energie (Kap. 3.4.1), wir sichern aktiv den Erfolg (Kap. 3.4.2), überwinden uns beeinflussenden Misserfolg & Stress (Kap 3.4.3) und schließlich genießen wir das Glück der Zufriedenheit (Kap. 3.4.4).

4. Landkarte des Lebens

Auf der uns vorliegenden Darstellung können wir erkennen, wie die einzelnen Lebenselemente zueinander in Beziehung stehen.

Das sinnvolle Leben

Die Basis der Lebensdarstellung bildet das sinnvolle Leben. Wie wir noch sehen werden, ist das Leben immer sinnvoll (Kap. 1).

Das gute Leben

Ebenfalls Basis auf der Lebensdarstellung ist das gute Leben. Hier wird abgebildet, was für uns einen Wert darstellt, also für uns wertvoll ist (Kap. 2.1, 2.2, 2.3, 2.4).

Das gelingende Leben

Jetzt wird es praktisch. Schritt für Schritt durchwandern wir Lebenselemente für ein gelingendes Leben (Kap. 3.1.1 bis 3.4.4). Wir durchschreiten auf unserem Lebensweg (Kap. 3.1.2, 3.2.2, 3.3.2 und 3.4.2) Bereiche von Lebensenergie (Kap. 3.1.1, 3.2.1, 3.3.1 und 3.4.1), Lebensleid (Kap. 3.1.3, 3.2.3, 3.3.3 und 3.4.3) und Lebensfreude (Kap. 3.1.4, 3.2.4, 3.3.4 und 3.4.4).

Das glückliche Leben

Ein dauerhaft glückliches Leben gibt es nicht. Es ist aber Teil eines gelingenden Lebens

Ein sinnvolles, ein gutes und ein gelingendes Leben bauen also aufeinander auf, wobei das glückliches eben die Krönung des gelingenden Lebens ist.

Trick: Die Lebenslandkarte als Navigationssystem

Wozu kann man die Lebenslandkarte nun verwenden? Der Trick ist, dass wir es als Navigationssystem nutzen können. Schrittweise gehen wir den Weg zu Erfolg und Glück. Los geht´s!

Wir brauchen dann zunächst einmal eine Karte, an der wir uns orientieren können. Und zwar eine ganz persönliche und von uns erstellte innere Landkarte.

1. Verortung

Wie bei einem Navigationssystem werden Lebensbereiche auf einer Karte abgebildet. Prüfe wo du stehst und wohin du möchtest! Nutze den Verortungsservice oben!

2. Jetzt tun

Die praktische Abfolge auf der Lebenslandkarte nimmt uns gleichsam an die Hand und zeigt uns was wann getan werden könnte. Den zeitlichen Ablauf entnimmst der Animation auf der Website „strukturimleben.de“.

3. Route

Die Lebenslandkarte zeigt uns den Wegverlauf, wie wir dahin kommen, wohin wir wollen. Schritt für Schritt gehe nun von Start zum Ziel !

4. Personalisierung

Die hier vorgestellten Themen, Schlüssel, Tricks und Einzelschritte sind Vorschläge für deine Orientierung im Leben. Du kannst dich jedoch entsprechend einem Navigationssystem mit deinem eigenen Kartenmaterial versorgen. Schließlich gehst du deinen ganz persönlichen Lebensweg. Verfasse zu deinem eigenen Lebenskonzept deine eigene Lebenslandkarte. Das E-Books „Struktur im Leben. Jetzt!“ hilft dir dabei.

1. Das Leben – Sinnvolles Dasein – oder: „Ich liebe mein Leben!“

Das Leben ist großartig. Wir bekommen es in seiner Umfänglichkeit nicht zu fassen. Wenn überhaupt sind nur einzelne Facetten greifbar.
Mit der zuvor beschriebenen Struktur werden wir nachfolgend Aspekte des Lebens herausgreifen und zu einem beispielhaften Lebensmodell wieder zusammenführen.

Das Leben ist Basis und Ausgangspunkt aller seiner eigenen Lebenselemente. Es wird gelebt, erkundet, verwirklicht in seinen Teilbereichen. Das Leben bildet die Basis für alle weiteren Ausführungen. Es ist Gesamtheit und Wurzel seiner Ausformungen.

Das Leben lebt sich wie von selbst. Wer das Leben also einfach so und ohne weitere Überlegung leben möchte, kann dies tun und ist vielleicht damit auch gut beraten. Eine individuelle Lebensgestaltung ist dann nicht nötig. Ein Leben geleitet von inneren Trieben und äußeren Vorgaben befriedigt den Menschen auf Dauer nicht. Wir möchten selbst Gestalter unseres eigenen Lebens sein
.
Die hier vorliegenden Ausführungen beschäftigen sich mit einem als sinnvoll erlebten, einem eigenen und wertvollen, einem gelingenden und glücklichen Leben. Dieses kann von jedem Einzelnen aktiv herbeigeführt werden.

Wie gesagt, das Leben braucht grundsätzlich nicht weiter hinterfragt zu werden. Finden sich auf die Fragen des Einzelnen an das Leben keine Antworten, kann das Hinterfragen sogar hinderlich sein. Finden sich allerdings Antworten auf die das Leben betreffenden Fragen, dann ist dies befreiend und stärkend. Dies ist gerade in Krisensituation so, wenn sich die Frage nach dem Warum stellt. Dabei drehen sich viele dieser Fragen vor allem um eines: Den Sinn des Lebens.

Schlüssel: Sinn des Lebens

Dem Menschen ist es eigen, nach dem Sinn des Lebens zu fragen.

Der Sinn des Lebens kann verstandesgemäß nicht erfasst werden. Dem Menschen ist es nicht gegeben, einen Sinn hinter dem erlebten und oftmals leidvollen Wirken des Lebens zu erkennen. Aber wir können uns dem Sinn nähern, indem wir feststellen:

Wir sind Teil des ganzen Lebens. Das Leben ist in der Entwicklung, also sind auch wir einzelnen in der Entwicklung gemäß unserer persönlichen Bestimmung, nämlich das Leben durch uns weiterzuentwickeln.

Dies bedeutet für jeden einzelnen: Der Sinn des eigenen Lebens kann sein, sein Leben selbstbestimmt im eigenen Sinne zu gestalten. Damit entwickelt der Einzelne als Teil des Ganzen gleichzeitig das Leben in seiner Gesamtheit weiter. Alles was wir als Individuen machen, erfolgreich oder nicht, wie wir uns verhalten, ob gut oder böse, gestaltet auch das Leben. Dabei kennt die Natur keinen zielgerichteten Erfolg, sie hat keine Ethik und kennt keine Moral. 

Die Vorstellung von einer Weiterbildung der Welt durch das Individuum erlaubt es dem Menschen, ein sinnvolles Leben zu leben (Kap. 1, hier), ein eigenes Leben in seinem Sinn zu gestalten (Kap. 2.1 bis Kap. 2.4) und damit ein gelingendes (Kap. 3.1.1 bis Kap. 3.4.4) und als Krönung letztendlich individuell glückliches Leben zu führen (Kap. 3.1.4, Kap. 3.2.4, Kap. 3.3.4 und Kap. 3.4.4). 

Das Glück ist somit die subjektive Ausformung des objektiven Glücks.

Trick: eigene Aufgabe

Auch wenn allein durch das eigene Dasein, auch beim Nichtstun und auch beim Scheitern, der Sinn des Lebens erfüllt wird, so empfinden wir das Leben nicht automatisch als erfüllend. Allerdings lässt sich das Leben sinnlich und damit auch sinnerfüllend durch Glückserfahrungen erleben. Somit ist Glück der subjektive Ausdruck des objektiven Sinns, nämlich der Weiterentwicklung des Lebens.

Für den Einzelnen ist das Leben dann als glücklich und freudvoll erfahrbar, wenn er durch seine individuelle Lebensgestaltung etwas in seinem eigenen Sinne bewirken kann. Dies geschieht, indem er sich eine eigene und zu ihm passende Aufgabe sucht und dieser eigenverantwortlich nachgeht. Insofern hat es jeder selbst in der Hand, seinem Leben subjektiv einen Sinn zu geben, welches objektiv gesehen sowieso sinnvoll ist.

2. Das eigene Leben

2.1 Wahl Was gut tut – Sich frei entfalten – oder: „Ich darf sein!“

Unser Leben soll ein gutes Leben sein. Für ein gutes Leben wählen wir, was uns guttut. Das, was guttut, hat für uns einen Wert. Und so sind es vor allem unsere zu uns passenden und stimmigen Werte, die für unser gutes Leben wichtig sind.

Schlüssel: Werte in Freiheit

Was uns gut tut, ist individuell unterschiedlich.
Das, was guttut, ist ein Leben gemäß unseren eigenen Werten.

Unsere persönlichen Werte erkennen wir erst durch die Teilnahme am Leben. (Kap. 1) selbst. Durch die Gestaltung des eigenen Lebens (Kap. 2.1, hier), durch die Erfahrbarkeit des Lebens im Handeln unter gleichzeitiger Einbeziehung der Gesellschaft (Kap. 2.2 und 2.3), und durch die Stellungnahme gegenüber den eintretenden Ergebnissen (Kap. 2.4) finden wir heraus, was uns wichtig ist. Dies ermöglicht uns, ein eigenes und stimmiges Leben zu leben. Es ist ein Leben in Identität mit uns selbst. Dies ist Grundlage für ein gelingendes Leben (Kap. 3.1.1 ff) und glückliches Leben (Kap. 3.1.4, 3.2.4, 3.3.4, 3.4.4).

Ein für uns stimmendes und ein uns würdiges Leben können wir nur in Freiheit leben. Erst die Freiheit ermöglicht uns eine uns entsprechende Lebensgestaltung. Die Freiheit lässt uns das Leben in unserem Sinne erfahrbar und für uns annehmbar machen.

Trick: eigene Werte (für eine eigene Anleitung beziehungsweise Ethik)

Unsere eigenen Werte zeigen uns, wie wir das Richtige im Leben tun. Sie leiten uns zu unserem eigenen Leben an und helfen uns das Leben zu gestalten und den richtigen Weg einzuschlagen.

Unsere Werte leiten und somit zu einem guten Leben gemäß einer eigenen Ethik an. Diese unsere persönliche Ethik beantwortet die Frage: Was soll ich tun und wie soll ich handeln?

2.2 Handlung – Jetzt, nicht später – oder: „Ich nutze meine Fähigkeiten!“

Die aktive und gestaltende Teilnahme am Leben erfordert ein Handeln. Nicht allein die Idee, sondern deren Verwirklichung und Umsetzung in einer Handlung wird ein Ergebnis hervorbringen – und zwar jetzt, nicht später.

Schlüssel: Verantwortung im Hier und Jetzt
Durch die uns gegebene Freiheit zu einem selbstbestimmten Leben (Kap. 1 und 2.1) sind wir verantwortlich für unser Tun. Wir werden vom Leben befragt und müssen darauf Antwort geben. Wir haben Verantwortung für unser Leben. Im Rahmen unserer Möglichkeiten und Befähigungen erfolgt unser Handeln (Kap. 2.2) hier in Eigenverantwortung. Diese Eigenverantwortlichkeit fordert uns. Sie lädt uns gleichzeitig ein, unser Leben zu unserem Besten zu gestalten. Es ist diese Tätigkeit (Kap. 2.2 hier) in Eigenverantwortung, die den Bogen zwischen dem Sinn im Leben (Kap. 1) und dem Glück der Zufriedenheit (Kap. 3.4.4) spannt.

Nur durch gegenwärtiges, aktives Handeln lässt sich das Leben erfahren.

Was machen wir uns noch Gedanken über Dinge, die bereits vergangen sind. Und was sorgen wir uns um die Zukunft. Die Zukunft ist ungewiss und liegt nicht in unserer Hand, auch wenn wir dies oft glauben. Mit dem Blick auf das „Jetzt“ lassen wir eine evtl. schmerzliche Vergangenheit hinter uns. Im Jetzt machen wir uns auch keine Sorgen um den morgigen Tag.  Nutzen wir also jetzt den Tag, die Stunde, den Moment!

Trick: eigene Fähigkeiten
Im Handeln werden wir zu dem, was wir sind und zwar gemäß unseren eigenen Fähigkeiten. Jetzt spüren wir, ob unsere Handlung zu unserer Identität passt. Erst im Handeln verwirklichen wir uns selbst. Dabei werden wir gefordert. Wir sollen nicht hinter unseren Fähigkeiten zurückbleiben, müssen uns aber auch nicht überfordern.

Handeln in Aktivität ermöglicht unsere eigene Selbstverwirklichung. Gemeinsam mit den eigenen Fähigkeiten und den Fähigkeiten anderer überschreiten wir unsere eigenen Begrenzungen.

2.3. Gesellschaft – Alles Begegnung oder: „Ich bin freundlich!“

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Der Mensch wird in einen Familienverbund hineingeboren. Selbst wenn er sich später im Erwachsenenalter zurückziehen sollte, bleibt er doch immer Teil der Gesellschaft. Wir Menschen sind stets auf einander angewiesen und beziehen uns aufeinander. Aus welcher Grundhaltung heraus kann nun dieser Bezug gelingen?

Schlüssel: Begegnung in Liebe

Der Schlüssel für die gelingende Einbeziehung der Gesellschaft ist die Begegnung auf gleicher Augenhöhe. Es ist die Begegnung mit dem Mitmenschen ohne Abwertung oder Überhöhung, ohne Ausbeutung oder Ausgeliefertsein. Der Mensch erfährt seine eigene Identität erst durch die Beziehungen zu seinen Mitmenschen. Die Einbeziehung der Gesellschaft gelingt, wenn diese in Liebe erfolgt.

Voraussetzung für die liebevolle Einbindung der Mitmenschen ist allerdings die Eigenliebe, welche wir wiederum erst durch eine positive Antwort innerhalb mitmenschlicher Begegnung entwickeln. Daher ist die gelingende Mutterbeziehung als erste Form einer menschlichen Begegnung so wichtig.

Trick: eigene Persönlichkeit

In der gelingenden Beziehung des Menschen zu seinen Mitmenschen kann er nun seine eigene Identität zum Ausdruck bringen. Ausdruck dieser Identität ist die Persönlichkeit des Menschen. Aus der Person wird eine Persönlichkeit. Mit seiner Persönlichkeit nimmt der Mensch seinen Platz in der Gesellschaft ein, um diese mitzugestalten.

2.4. Erfahrung – Alles wird gut- oder: „Ich bin, was ich bin!“

Am Ende der bis hier beschriebenen zeitlichen Abfolge, nämlich der Wahl, was guttut (Kap. 2.1), der Handlung (Kap. 2.2) und der Einbeziehung der Gesellschaft (Kap. 2.3), steht die Erfahrung (Kap. Hier). Die Erfahrung beurteilen wir nach dem Ergebnis. Wir prüfen, ob das Ergebnis unseren Erwartungen entspricht oder nicht.

Schlüssel: Analyse in Ruhe
Wie auch immer das Ergebnis ausfällt, es kann nun in Ruhe einer Analyse unterzogen werden. Ist das Ergebnis gewünscht? Was hat funktioniert? Welche Herangehensweise wäre erfolgreicher gewesen? Dabei kann sowohl der Erfolg als auch der Misserfolg als Erfahrung verbucht werden. Nun ist auch die Zeit gekommen, einmal kurz oder auch länger innezuhalten und zu prüfen, ob das gelebte Leben noch ein Leben ist, mit dem wir uns identifizieren.

Trick: eigenes Selbstbewusstsein
Indem wir feststellen und erkennen, was für uns funktioniert und auf welchen Gebieten wir welche Ergebnisse erzielen, erfahren wir etwas über uns selbst. Es ist das Erlangen von Selbstbewusstsein. Durch unser Nachdenken, aktives Tun, unseren Bezug zur Gesellschaft sowie durch die erzielten Ergebnisse lernen wir uns selbst mit unseren Stärken und Schwächen kennen und werden über uns selbst bewusst.

Selbst wenn wir einmal nicht ein gewünschtes Ergebnis erzielen, ändert dies jedoch nichts an unserem Selbstwert (Kap. 1).

Dieses Selbstbewusstsein umfasst sowohl das Kennen unserer Stärken aufgrund von Erfolgen (Kap. 3.4.2), ausgedrückt in der Selbstsicherheit, aber auch das Akzeptieren unserer Grenzen, welche durch unsere Misserfolge (Kap. 3.4.3) ersichtlich werden, akzeptiert durch die Selbstannahme.

Mit der gewonnenen Selbstsicherheit im Rahmen unserer Möglichkeiten können wir mit Selbstvertrauen unsere Grenzen ausweiten und an uns selbst sowie an neuen Herausforderungen wachsen (Kap. 3.2.3).

3 Das gelingende Leben (und das glückliche Leben)

3.1 Bereich „die gute Wahl“

3.1.1 Entscheidung – Kopf oder Zahl – oder: „Ich weiß, was ich will!“

Wir treffen ständig Entscheidungen- oft ohne es zu merken. Bauchentscheidungen fallen uns besonders leicht. Schwieriger wird es, wenn wir unseren Verstand einsetzen müssen. Manchmal fallen uns Entscheidungen so schwer, dass wir Berater hinzuziehen. Gewissensentscheidungen sind die schwierigsten Entscheidungen.

Um den eigenen Lebensweg selbstbestimmt gehen zu können, müssen wir bewusste und freie Entscheidungen treffen. Manchmal gibt es kein richtig oder falsch, denn der Lebensweg entsteht erst dadurch, dass man ihn geht. Auch das Werfen einer Münze kann die Entscheidung herbeiführen.

Schlüssel: Gesamtziel

Die richtige Entscheidung soll zu unserem persönlichen Gesamtziel passen und führen. Das Ziel steht also schon fest, nur wie wir dort hinkommen und welche einzelnen Entscheidungen zu treffen sind, um es zu erreichen, ist noch zu klären. Oft führen verschiedene Wege zum gewünschten Ziel. Dies soll ein Ziel sein, das uns guttut und sinnvoll ist. Aus dem neu eingeschlagenen Lebensweg werden sich später neue Lebenswege entwickeln.

Trick: Stimmigkeit der Entscheidungskriterien

Eine Entscheidung sollte in sich stimmig sein, insbesondere was die Entscheidungskriterien anbelangt. Entscheidungskriterien können sein die vorerwähnten Kriterien der Bauch, der Verstand, Freunde und Berater, schließlich das Gewissen als letztes und entscheidendes Kriterium. Denn eine stimmige Entscheidung kann nur im Einklang mit der inneren Stimme, nämlich dem Gewissen, erfolgen.

hier evtl. neu: Sinn (s.o. Endziel mit ganzem Herzen ja sagen), Wert, Ziel, Stimmigkeit was zum Ziel führt

Praxis: Prioritäten, Entscheidungskriterien, Zögern, Konsequenz

Hier ein möglicher Entscheidungsablauf: (Entscheidungsfindung Existenzanalyse)

Prioritäten: Entscheidung formulieren

Zuerst zeigt uns eine Prioritätenliste, welche Entscheidungen vorrangig getroffen (und Aufgaben sodann abgearbeitet) werden sollen. Hier hilft der Blick in eine To-Do Liste (Kap. 3.4.1). Vielleicht stehen bestimmte Entscheidungen noch gar nicht an.

Übereinstimmung der Entscheidungskriterien:

Die richtigen Entscheidungen lassen sich aufgrund der vorgenannten Entscheidungskriterien treffen. Idealerweise stimmen alle Kriterien überein. Eine Entscheidung Sollte eine Entscheidung zwischen zwei Alternativen schwierig sein, hilft vielleicht eine Entscheidung für eine dritte Alternative.

Gewissen als Sinnesorgan entsprechend der Entscheidungskriterien

Zögern: oder neu Hindernisse: Gier, Angst, fremde Erwartungen, wie in 1,5,10 entscheiden

Ein Zögern im Rahmen der sorgsamen Abwägung der Entscheidungskriterien kann in Ordnung sein, schließlich wollen alle die Entscheidung beeinflussenden Kriterien berücksichtigt werden. Die meisten Entscheidungen sind jedoch keine Entscheidungen für das Leben. Deshalb: Frisch gewagt ist halb gewonnen.

Konsequenz: (ins Tun kommen)

Ist die Entscheidung aber erst einmal gefallen, dann sollten wir konsequent dabeibleiben und diese bis zum Ende führen. Später ist wieder eine neue Entscheidung möglich.

3.1.2 Lebensbereich – Ein Bereich von Resonanz

Ein Lebensbereich ist ein Bereich in unserem Leben, in dem und mit dem wir unser Leben gestalten. Lebensbereiche sind zum Beispiel: Essen, Schlafen, Beruf, Sport, Kultur. Die Tätigkeit in einem gewählten Lebensbereich ist Teil eines Lebens, was guttut.

Wir suchen tagtäglich viele Lebensbereiche auf. Lebensbereiche werden von lebendigen Organismen (Tieren und Pflanzen) aufgesucht (z. B. Essen, Schlafen, usw.), einige Lebensbereiche sind jedoch dem Menschen vorbehalten (z. B. Kultur, Beruf, Spiritualität). Das Aufsuchen eines Lebensbereichs ermöglicht uns, mit dem Leben in Kontakt zu treten und in seine Lebendigkeit mit einzuschwingen („Resonanzerfahrung“).

Schlüssel: Tugend

Das Leben in seiner Fülle zu erleben und dabei an sich selbst zu wachsen ermöglicht die Tugend. Tugend im eigentlichen Wortsinn bedeutet, dem Menschen taugend, also dienlich für seine Lebensführung zu sein. Tugend ist nicht langweilig, sondern gerade sie ermöglicht es dem Menschen, das Leben in einer besonders intensiven und gleichzeitig dem Menschen förderlichen Art zu führen. Tugendhaft zu leben heißt, das Leben in vollen Zügen, in Freude und mit Spaß zu erleben, seine Bedürfnisse zu befriedigen, ohne sich dabei selbst zu verlieren. Wie schön ist ein gutes Essen, Bewegung, ein schöner Film, guter Sex, ein erholsamer Nachtschlaf, etc.

Trick: Bedürfnis

In den Lebensbereichen können wir unsere Bedürfnisse befriedigen. Unsere Bedürfnisse müssen zumindest in Maßen erfüllt werden, damit wir uns wohl fühlen. Nicht jedem Bedürfnis müssen wir aber sofort nachgeben. Unsere Bedürfnisse zeigen uns, was uns wichtig ist. Bedürfnisse sind von den Begierden (Lebenslaster Kap. 3.1.3) abzugrenzen. Bedürfnisse können gestillt werden, Begierden nicht.

Bedürfnisse können z.B. Sicherheitsbedürfnisse (schützend), physiologisches Bedürfnisse (stärkend), soziale Bedürfnisse (mit den Menschen verbindend) und den Menschen übersteigende Bedürfnisse (transzendierend) sein.

Praxis: Sicherheitsbedürfnis, körperliches Bedürfnis, soziales Bedürfnis, Bedürfnis nach Transzendenz

Als Einstieg für einen uns erfolgreichen Lebensweg wählen wir einen uns tauglichen Lebensbereich. Dies sind

1. Lebensbereiche mit denen wir das Bedürfnis nach Schutz befriedigen können: Wohnen, Körperpflege, Kleidung, Gesundheitsvorsorge.

1.1 Wohnen
Die Wohnung oder auch das Haus, in frühen Zeiten die Höhle bieten den Schutz vor Umwelteinflüssen und bilden Start für viele weitere Lebensbereiche.

1.2 Kleidung
Ganz nah am Körper schützt auch die Kleidung
Als zweite Haut gegen Kälte, Hitze und Niederschlag

1.3 Körperpflege

1.4 Gesundheitsvorsorge

2. Lebensbereiche, aus denen wir Kraft schöpfen können: Essen, Sport, Mentaltrainig, Schlaf.

2.1 Essen

Die Nahrungsaufnahme steht am Anfang eines Krafterwerbs. Denn nur was vorhanden ist, kann auch verstoffwechselt werden.

2.2 Bewegung und Sport
Mit der Aktion erfolgt die Bewegung.

2.3 Mentaltraining
Die Aktion erfolgt zielgerichtet als Reaktion auf bestimmte Vorgaben, dies allerdings mit Sinn und Verstand. So sind gerade im Sport Höchstleistungen nur bei mentaler Stärke möglich. Diese wird durch Mentaltraining eingeübt. Mentale Stärke werden wir auch brauchen, um uns in Kap. 3.1.3 gegen Wut, Ärger und Gier zu behaupten.

2.4 Am Ende steht der Schlaf, um neue Kraft zu schöpfen für eine neue Aktion.

3. Lebensbereiche mit denen wir mitmenschliche Verbundenheit erleben können: Familie und Freunde, Beruf, soziales Engagement, Sex

3.1 Familie und Freunde

3.2 Beruf

(Mitmenschliche Verbundenheit) Beruf im Sinne einer mitmenschlichen Verbundenheit meint mehr, als bloß einen Job zu erledigen. Es ist die schöpferische Einbringung seiner individuellen Fähigkeiten in die Gemeinschaft.

(Resonanzerfahrung) Dieses Einbringen seiner Fähigkeiten, lässt den Menschen in die Gesellschaft mit einschwingen.

3.3 Soziales

3.4 Sex

4. Lebensbereiche, die uns Transzendenz erfahren lassen: Natur, Kultur, Spiritualität, Tod.

4.1 Natur

(Transzendenz) Der Mensch ist wie alle Lebewesen in die Natur eingebunden. Der Mensch kann sich aber innerhalb dieser Natur selbst erkennen.

(Resonanzerfahrung) Diese Selbsterkenntnis lässt ihn über sich selbst erheben. Der Mensch tritt gleichsam aus sich heraus und ist in der Lage, sich selbst zu übersteigen. Dieses Übersteigen erfolgt in Kultur und Spiritualität.

4.2 Kultur

(Transzendenz) Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Er braucht auch geistige Nahrung.

(Resonanzerfahrung:) In den Künsten, wie zum Beispiel Musik, bildende Kunst, Literatur, übersteigt der Mensch sich selbst. Die Kunst ist neben der Spiritualität die dem Menschen ureigene Resonanzerfahrung.

4.3 Spiritualität

(Transzendenz) In der Spiritualität übersteigt sich der Mensch zu einem Göttlichen hin.

(Resonanzerfahrung) Es ist ein Festmachen oder Verbinden an einem Oder etwas Göttlichen (oder etwas Sinnhaften). Dies lässt den Menschen Leid ertragen.

4.4 Tod

(Transzendenz) Tod erleben alle Lebewesen, doch nur dem Menschen ist seine eigene Endlichkeit bewusst.

(Resonanzerfahrung) Am Schluss der Lebensbereichsreihe steht als Lebensende der Tod als größte und gleichzeitig schönste Resonanzerfahrung. Ohne Raum und Zeit erlangen wir Allbewusstsein und finden Heimat in der Naturgemeinschaft. (Wieder neuer Zyklus Natur)

3.1.3. Ärger und Wut – Begehrlichkeiten – oder „Cool bleiben!“

Begehrlichkeiten lassen uns eine starke innere Energie spüren. Begierden, Stolz, Wut und Ärger können uns sehr motivieren und lassen uns stark fühlen oder so erscheinen. Aber das Laster kommt im versteckten Gewand, denn in Wirklichkeit werden wir geschwächt und auf Dauer entfremden wir uns von uns selbst. Laster sind Lebensfallen. Lebenslaster sind zwar der Natur dienlich, aber nicht dem Individuum für seine Selbstbestimmung.

Das Laster ist Ersatz und Fetisch für etwas, was auf dem dienlichen Weg und vielleicht schon in der Kindheit nicht zu bekommen war. Fehlender Schutz, Halt, fehlende Geborgenheit
und Liebe werden ersetzt durch den Gegenstand des Lasters. So wird aus dem Wutanfall ein Schrei nach Liebe. Derjenige, der sich geborgen und geliebt fühlt, braucht nicht dem Laster zu frönen und verfällt auch nicht so leicht der Sucht.

Laster gehören zwar natürlicher Weise zum Leben dazu. Sie sollten jedoch nur äußerst sorgsam bedient werden.

Das Verhalten aus dem Laster heraus ist immer auch kombiniert mit der Angst. So lässt sich Sucht als Hoffnung (Kap. 3.1.3, Zuversicht) in Angst (Kap. 3.2.3) beschreiben.

Um mit dem Laster klarzukommen helfen also nicht nur die hier beschriebenen Schlüssel, Trick und Praxistipps sondern auch die Hinweise zur Angst.

Schlüssel: Gelassenheit

Gelassenheit wird durch Loslassen erreicht. Loslassen klingt locker und leicht. Loslassen bedeutet aber ablassen von Ansprüchen, Ansichten oder (oft lieb gewonnenen) Gewohnheiten. Wir können uns auch vornehmen, uns nicht von jeder aufwallenden Gefühlsregung verführen zu lassen z. B uns nicht zu ärgern. Wenn wir Loslassen, können wir uns wieder den Lebensbereichen (Kap. 3.1.2) zuwenden, die uns gut tun (Kap. 2.1). Loslassen möchte eingeübt werden.

Trick: Askese

Nachdem wir nun erkannt haben, dass Laster uns von unserem eigenen Weg abbringen, hilft die Konzentration darauf, was uns wirklich guttut. Die taugenden (oder auch tugendhaften) Lebensbereiche (Kap. 3.1.2) sind nicht langweilig, sondern erregend und lebendig. Zusätzlich bringen diese uns in der persönlichen Lebensgestaltung weiter. Wir sind nicht gezwungen unsere Begierden zu bedienen. Im Gegensatz zu den Bedürfnissen der Lebensbereiche (Kap. 3.1.2), lassen sich Begierden gar nicht befriedigen. Sie sind unersättlich. Begierden werden immer stärker, je mehr man ihnen nachkommt.

Begierden nicht zu bedienen lässt sich einüben. Es ist diese Übung (griechisch Askese), die es uns ermöglicht, uns von den Lebenslastern zu befreien und damit unsere Lebenslastern nicht oder zumindest kontrolliert zu bedienen..

Praxis: falscher Weg,  Verzicht, Hilfe durch andere, Erfolg durch Nichtstun

Lebenslaster verführen uns. Im Gegensatz zu den dienlichen Lebensbereichen sind die Lebenslaster uns nur scheinbar dienlich. Wir sollten erkennen, dass wir mit ihnen einen falschen Lebensweg einschlagen.

Wir können uns dazu entscheiden (Kap. 3.1.1) die Lebenslaster nicht zu bedienen. Auch wenn es uns schwerfällt, können wir darauf verzichten. Wir wenden uns den positiven Lebensbereichen (Kap. 3.1.2) zu.

Ein Verzicht auf die Lebenslaster sind ist schwierig. Insbesondere wenn wir bereits in der Sucht gefangen sind. Hilfe müssen wir dann von außen holen.

Wenn wir Lebenslust nicht bedienen ist der Erfolg eingetreten. Sind wir sonst erfolgreich durch unser Tun besteht der Erfolg hier im Nicht-Tun und eingeübten Ablassen-Können.

3.1.4 Glück der Vorfreude – oder: „Ich bin zuversichtlich!“

Das glückliche Leben ist Teil des gelingenden Lebens. Wir dürfen und sollen uns freuen und glücklich sein. Die Vorfreude steht zu Beginn einer Glücksreihe. Es folgen in weiteren Kapiteln dieser Darstellung das Glück des Tuns (Kap 3.2.4), das Glück der Gemeinschaft (Kap. 3.3.4) sowie das Glück der Zufriedenheit (Kap. 3.4.4). Das Glück der Vorfreude ist landläufig die schönste Freude.  Zu dem Kreis der Vorfreude gehört auch das Wünschen, die gute Erwartung, die Hoffnung und die Sehnsucht.

Schlüssel: Haltung

Wir Menschen dürfen und sollen offen für das Glück sein. Der Mensch ist vom Leben befähigt, sein eigenes Leben im seinen Sinne zu gestalten. Und aus der Fülle zu Schöpfen.

Wir dürfen mit Zuversicht darauf vertrauen, dass das Leben für jeden einzelnen von uns Glück bereithält. Diesem Glück sollten wir uns nicht verschließen.

Diese Zuversicht schlägt sich nieder in der Haltung zu unserem Leben. Es ist eine positive Gesinnung gegenüber dem Leben.

Trick: Die positive Denken
Mit positiven Gedanken lebt es sich leichter. Mit einer positiven Einstellung zum Leben erreichen wir unsere Ziele schneller.

Damit ist nicht gemeint, dass wenn man etwas nur wirklich will, dann auch erreicht. Wir sollen unsere Ziele hoch setzen und unsere Grenzen Stück für Stück ausweiten. Überzogene Erwartungen führen jedoch zu Frustration. Wir sollen realistisch bleiben. Wir werden und dürfen in schwierigen Zeiten auch traurig sein und uns unglücklich fühlen. Dies gehört zum Leben dazu.

Positives Denken bedeutet vielmehr, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf das lenken, was wir auch erreichen wollen: „Where focus goes, energy flows“ (Worauf der Fokus gelegt wird, fließt die Energie).

Praxis: Erkennen, Auskosten, Humor, Schatz

Wie bereits erwähnt gibt es verschiedene Ausgestaltungen des Glücks. Für diese alle gilt: Erkenne den Moment des Glücks, dies ermöglicht dir das Auskosten des Glücksmoments, verteidige ihn mit Humor und bewahre ihn als Schatz. 

Dies gilt also auch für das Glück der Vorfreude.

Die Vorfreude ist nicht nur eine Glückserahnung sondern bereits aktuelles, reales Glück. Wir müssen es nur auch erkennen.

Durch das Abzählen der noch verbleibenden Tage wird die Vorfreude regelrecht zelebriert.

Wir dürfen uns auf ein Ereignis oder Ergebnis freuen, auch wenn damit die Möglichkeit einer Enttäuschung gegeben ist. Alles andere mit Humor sehen.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916) verteidigt die Vorfreude mit den folgenden Worten: „’Und ich habe mich so gefreut!’, sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut – ist das nichts?“. Die Vorfreude darf also geschätzt werden.

Das Glück des Tuns können wir zwar über die Ausübung der Tätigkeit hinaus nicht festhalten, aber vielleicht gelingt es uns das Glück bei der Ausführung zu erkennen.

Haben wir das Glück des Tuns erkannt dann können wir es auch auskosten solange es da ist.

Lassen wir uns also nicht durch andere oder schwierigen Situationen die gute Laune bei der Ausführung verderben.

Das Glück des Tuns können wir nicht bewahren, da seine Wesensart gerade in dem Fließen des Glücks besteht. Bewahren können wir jedoch die Erinnerung an das erfahrene Glück als unseren Schatz.

3.2. Bereich Handeln

3.2.1. Energien – Ressourcen der Lebensführung oder „Ich bin stark!“

Damit wir in unserem Leben selbstbestimmt tätig sein können, müssen wir Energie darauf verwenden. Mit Energie sind hier Ressourcen der Lebensführung gemeint. Diese Ressourcen sind Zeit, Geld, Kraft und Wissen. Bevor wir mit einer Tätigkeit beginnen, sollten wir festlegen, welche Art und wieviel der Ressourcen wir einsetzen.

Schlüssel: Wirtschaften

Ressourcen sind oft knapp. Deshalb sollten wir mit Ressourcen wirtschaften und mit diesen effizient umgehen, damit die Befriedigung unserer vieler Bedürfnisse sichergestellt werden kann.

Wir überlegen also, wie wir möglichst geschickt Ressourcen einsetzen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Das Ziel unserer Tätigkeit (Kap. 3.2.2) soll nicht nur effektiv sondern auch effizient erreicht werden.

Trick: Vermehrung durch aktiven Einsatz

Energievermehrung durch Kraft aus Kraft, Geld aus Geld, Wissen aus Wissen, evtl. auch Zeit aus Zeit, dies alles durch den aktiven Einsatz!
Nun lassen sich auch die Ressourcen auch einsetzen, um einen zusätzlichen Gewinn zu erwirtschaften. Der Energieeinsatz, also der Einsatz von Zeit, Geld, Kraft oder Wissen, kann somit als Investition gesehen werden. 

Für diesen Einsatz können wir uns den Umstand zunutze machen, dass sich die einzelnen und bereits vorhandenen Ressourcen Zeit, Geld, Kraft und Wissen untereinander austauschen lassen.

So lässt sich mit Zeiteinsatz Kraft, Geld oder Wissen erzielen. Mit Kraft lässt sich Zeit, Geld oder Wissen erwerben. Mit Geldeinsatz kann man Zeit, Kraft oder Wissen erwirtschaften. Mit Wissen lässt sich Zeit, Kraft oder Geld erreichen.

Praxis: Festlegung, Einsatz, Räuber, speichern

1. Festlegung

Wir legen fest, wieviel der uns vorhandenen Ressourcen (z. B. Zeit oder Geld) wir für die gewählte Tätigkeit einsetzen wollen, bevor (!) wir tätig werden. Dabei berücksichtigen wir das Budget des Energiehaushalts (Kap. 3.4.1).

2. Einsatz

Nun tätigen wir den Einsatz.

3. Konzentration gegen Energieräuber:

Und schon kommen die Energieräuber, die versuchen, uns Energie zu rauben. Da sind ungünstige Umstände, die uns Zeit und Kraft wegnehmen. Händler, die ein für sie günstiges Geschäft wittern und uns Geld aus der Tasche ziehen wollen. Fehlende Informationen, die uns das Handeln erschweren. Dexshalb konzentrieren wir uns auf die durchzuführende Tätigkeit

4. Energiegewinn:

Wenn wir nun einen Energiegewinn in Form von Zeit-, Kraft-, Geld- oder Wissensgewinn erzielen, wäre dies ideal.

Und wenn etwas nicht sofort oder nicht im gewünschten Umfang klappt, können wir es immer noch als Wissensgewinn (Erfahrung) verbuchen.

3.2.2 Tätigkeit – Das Herz eines Lebenskonzepts – oder „Ich erreiche mein Ziel!“

Wir haben viele Ideen, wird aber erst dann verwirklicht, wenn diese auch umgesetzt wird.

Die Tätigkeit ist der Kern eines Lebenskonzepts. Das eigene Leben (Kap. 1) kann gem. den eigenen Fähigkeiten (Kap. 2.2) und Kraft (Kap. 3.2.1) durch das Tätigsein (Kap. hier) bei Überwindung von Ängsten und sonstigen Widrigkeiten (Kap. 3.2.3) mit seinen Herausforderungen (Kap. 3.2.4) erlebt werden und gelingen.

(Zitat und Dritte) Das aktive Tun ist das wesentliche Merkmal des Lebens.

(Anstelle Weiterleitung hier Untergliederung) Bei unserem Tätigsein verschaffen wir uns zuerst einen kurzen Überblick über die zu erledigende Aufgabe, dann aber sollte die Tätigkeit aktiv durchgeführt werden. Es geht jetzt um den Schaffensprozess an sich bis hin zur Erledigung der Aufgabe. Dabei müssen wir nicht alles selbst verrichten, Teilgebiete lassen sich delegieren. Abschließend sollte eine Qualitätskontrolle durchgeführt werden.

Schlüssel: Zielsetzung

Der Schlüssel für die erfolgreiche Durchführung einer Tätigkeit ist, dass wir uns die zu erreichenden Ziele in Eigenverantwortung selbst vorgeben. Werden diese von außen festgelegt, so muss zumindest eine eigene Identifikation für die Ziele hinzukommen.

Eine Tätigkeit ist dann erfolgreich, wenn durch sie ein vorgegebenes Ziel erreicht wird. 

Stellt sich der Erfolg hingegen nicht ein, haben wir vielleicht das falsche Ziel gewählt oder das Ziel zu hoch gesteckt.

Trick: Willenskraft

Die Willenskraft ermöglicht die Umsetzung des Zieles.

Entscheidend ist für die Willenskraft, dass wir uns von unserem langfristigen und sinnvollen Ziel leiten und motivieren lassen und nicht von unseren kurzfristigen Bedürfnissen oder Begierden. Wenn wir unser langfristiges Ziel im Auge behalten und Triebaufschub üben, dann lassen wir uns nicht so leicht vom Weg abbringen.

Praxis: Selbstdisziplin, Motivation, Überwindung Impulse, Gewohnheit

Selbstdisziplin

Mit Selbstdisziplin wird die Motivation angestoßen. Die Selbstdisziplin kommt vor der Motivation und nicht umgekehrt. Selbstdisziplin ist wie der Anlasser beim Motor. Die Selbstdisziplin kann nicht dauerhaft eine Tätigkeit am Laufen halten, sie kann aber die Motivation zur Tätigkeit fördern.

Motivation

Die Motivation kann durch die Selbstdisziplin angestoßen werden. Aufrechterhalten wird diese aber durch eine innere Sinnerfüllung einer eigenen Aufgabe (s. Kap. 1) entsprechend den eigenen Werten (Kap. 2.1 bis 2.4). Die Motivation erfolgt hin zu einem gewünschten aktiv herbeigeführten Ergebnis. Dies ist das positiv belegte Zielobjekt.

ablenkende Impulse

Nun muss noch der innere Schweinehund überwunden werden. Die Überwindung des inneren Schweinehunds erfolgt durch das Auflösen von ablenkenden Impulsen wie die Ablenkung durch Lebenlaster (Kap. 3.3.1, Lösungsansatz Askese), durch die Angst (Kap. 3.2.3 Lösungsansatz Vertrauen), durch hindernde Mitmenschen (Kap. 3.3.3, Lösungsansatz kurzzeitige Trennung) und durch den Stress und Misserfolg (Kap. 3.3.4, Lösungsansatz Teilerfolg).

Sodann wir eine erfolgreiche Zielerreichung bald zur Gewohnheit (Routine).
Weg

3.2.3 Ängste & Sorgen oder – Augen zu und durch – „Ich vertraue mir.“

Was könnten wir nicht alles erreichen, wenn uns nicht Ängste und weitere innere Widrigkeiten an der Zielerreichung hindern würden. Aber wir können uns diesen Widrigkeiten stellen i diese überwinden. 

Angenommen du bist perfekt vorbereitet, freust dich auf die bevorstehende Durchführung, bist voller Lebenskraft und hoch motiviert und dann behindert dich die Angst, der Schmerz, Konflikte oder Sorgen.

Die Behinderung unseres Tuns durch Ängste ist oft kombiniert mit Antrieben aus dem Laster (Kap. 3.1.3) heraus. Der Weg zum Glück wird somit zur Überwindung von Skylla und Charybdis.

Schlüssel: Vertrauen

Vertrauen ermöglicht das Überwinden von Ängsten und Sorgen sowie weiteren inneren Widrigkeiten – oder doch zumindest ein Lindern dieser Erschwernisse auf ein erträgliches Maß.  Es ist ein Vertrauen in dich selbst und deine Fähigkeiten, in die vertrauten Mitmenschen und in die Welt. Ein Vertrauen, dass die Angst bewältigt werden kann, der Schmerz wieder nachlassen wird, der Schicksalsschlag gemeistert werden und trotz depressiver Verstimmung sich wieder Freude einstellen wird.

Trick: Achtsamkeit

Eine Möglichkeit Ängsten und inneren Widrigkeiten zu begegnen ist die Achtsamkeit. Mit Achtsamkeit blicken wir in uns hinein. Wir beobachten, was wir fühlen oder denken ohne dies zu bewerten. Gleichsam als innere Betrachter erkunden wir unsere negative Gefühlslage und können dann dazu Abstand nehmen. Durch diesen Abstand erleben wir, dass wir mehr sind als die Angst, der Schmerz, das Opfer eines Schicksalsschlages oder einer depressiven Gemütsstimmung. Positive Gedanken und die Möglichkeit zu aktivem Tun erhalten wieder Raum.

Praxis: Abstand, Mut, Unterstützung, Selbstvertrauen

Angst führt schon im Wortsinn zu Enge. Wir können versuchen locker zu bleiben, um uns von inneren Widrigkeiten frei zu machen und uns von einer Erstarrung zu lösen. Wir bedienen die Widrigkeiten einfach nicht und nehmen Abstand von ihnen. Bei einem bevorstehenden angstmachenden Ereignis bleibt unsere Konzentration auf dem aktuellen Tagesgeschehen und nicht auf dem zukünftigen angstmachenden Ereignis. Es kommt eh anders als man denkt.

Und vielleicht stehen uns hilfreiche Menschen zur Seite. Wir können Hilfe auch aktiv erbitten und angebotene Hilfe annehmen. Vermutlich wird diese sogar gerne gegeben.

Und schließlich haben wir schon so oft Widrigkeiten überwunden. Greifen wir also auf unser Selbstvertrauen zurück und schauen in unser gedankliches Erfolgs- und Erfahrungstagebuch (Kap. 3.4.2 und Kap. 3.4.3).

Die vorgenannten Lösungsvorschläge sind holzschnittartig und werden den Personen, die an inneren Widrigkeiten leiden, oft nicht gerecht.  Auch wenn die Überwindung von Angst, Schmerz, Konflikte, Sorgen oder von sonstigen inneren Widrigkeiten nicht auf Anhieb gelingt, so weisen die hier beschriebenen Möglichkeiten erste Ansätze für einen Weg auf, der Stück für Stück aus der Krise führen kann.

3.2.4 Glück des Tuns – die pure Lust oder : “Be happy!“

Das Glück des Tuns ist die sogenannte Funktionslust. Es entsteht durch ein aktives mit unserer Person übereinstimmendes Tun. In diesem Tun fühlen wir uns lebendig.

Das Glück des Tuns ist der Spaß, die Lust, das Spiel oder auch der Kick bei der Ausführung einer Tätigkeit.

Schlüssel: Herausforderung
Der Mensch möchte gestalten. Der Idealzustand ist nicht ein ständiger Müßiggang oder anhaltendes Nichtstun. Der Mensch möchte sich in das Leben einbringen, was ihm (Kap. 2.1) und seinen Fähigkeiten (Kap. 2.2) entspricht. Er Er möchte in die Gesellschaft (Kap. 2.3) eingebunden sein und dies für ein gutes Ergebnis (Kap. 2.4).

Das Glück des Tuns können wir also auch in anstrengenden Tätigkeiten erleben, selbst und gerade wenn diese Tätigkeiten das Überwinden von schwierigen Situationen erfordert und leidvolle Erfahrungen mit sich bringt. Die Arbeit belohnt sich dabei selbst.

Trick: Flow

Bei einer unserer Person entsprechenden Ausführung merken wir oft gar nicht, wie die Zeit vergeht und welche Kraft es kostet. Mehr noch: Wir gehen gleichsam in der Tätigkeit auf. Wir verschmelzen mit der Tätigkeit und sind eins mit uns selbst. Die Psychologie beschreibt diesen Zustand als „Flow“.

Praxis: Erkennen, Auskosten, Humor, Schatz

Erkenne den Moment des Glücks, dies ermöglicht dir, das Auskosten des Glücksmoments, verteidige ihn mit Humor und bewahre ihn als Schatz.  Dieser Hinweis gilt für alle Glücksausgestaltungen also auch für das Glück des Tuns.

Das Glück des Tuns können wir zwar über die Ausübung der Tätigkeit hinaus nicht festhalten, aber vielleicht gelingt es uns das Glück bei der Ausführung zu erkennen.

Haben wir das Glück des Tuns erkannt dann können wir es auch auskosten solange es da ist.

Lassen wir uns also nicht durch andere oder schwierigen Situationen die gute Laune bei der Ausführung verderben.

Das Glück des Tuns können wir nicht bewahren, da seine Wesensart gerade in dem Fließen des Glücks besteht. Bewahren können wir jedoch die Erinnerung an das erfahrene Glück als unseren Schatz.

3.3. Bereich Gesellschaft

3.3.1 Kommunikation – So gelingt der Informationsaustausch

Jeder Mensch ist Teil der Gesellschaft. Um uns in der Gesellschaft mit anderen Menschen auszutauschen, kommunizieren wir.

Energieebene Energieaustausch mit Gesellschaft.

Mittel der Kommunikation ist in erster Linie die Sprache aber auch der Körper, die Kleidung sowie die gesamte Ausstrahlung des Menschen. Durch diese verschiedenen Kommunikationsformen treten die Menschen untereinander in Kontakt.

Schlüssel: Stärke durch Authentizität

So wie nach außen erscheinst und wie man mir dir umgeht, Kommunikation kann als Informationsaustausch verstanden werden. Im Rahmen des hier dargestellten Energiemodells ist Information Wissen und dieses wiederum eine Form der Energie (Kap. 3.2.1). Der Informationsaustausch ist somit Energieaustausch. Voraussetzung hierfür ist, dass überhaupt Wissen vorhanden ist. Erst dann kann ein Kommunikationsfluss stattfinden. Daher ist eine starke und energiereiche Ausstrahlung des kommunizierenden Menschen über die Sprache, den Körper, die Kleidung sowie durch die gesamte persönliche Erscheinung ein guter Start für eine gelingende Kommunikation.

Stärke zeigen hat nichts mit Gewalt zu tun. Diese soll vielmehr die Kommunikationspartner gegenseitig stärken und bereichern. Damit es dabei nicht zu Missverständnissen kommt, können wir die Instrumente der gewaltfreien Kommunikation einsetzen.

Trick: Gewaltfreie Kommunikation oder auch einfühlsame Kommunikation

Durch Kommunikation werden Beziehungen aufgebaut. Kommunikation kann daher nur gelingen, wenn die Instrumente einer guten Beziehung (Kap. 3.3.2) berücksichtigt werden. Dazu gehören u. a. Respekt, Eigenständigkeit, Unterstützung, Vertrauen. Es gilt der Leitsatz: Beziehung vor Inhalt.

In der gewaltfreien Kommunikation nach „Marshall Rosenberg“ legen die Gesprächspartner ihre Bedürfnisse offen und kommen so zu einem gemeinsamen Verständnis. Dies ist insbesondere bei der Lösung von Konflikten hilfreich.

Wenn man selbst nicht kooperieren möchte oder der andere entsteht ein Konflikt

Praxis: Begrüßung , Sachlichkeit, Zuhören, Verabschiedung

Die Kommunikation erfolgt regelmäßig in einer bestimmten Abfolge. Damit ein Energiefluss überhaupt möglich ist, muss man sich einander auf die gleichen Gesprächsebene begeben. Dies geschieht durch die Begrüßung manchmal auch ergänzt durch den Smalltalk.

Der eigentliche Austausch erfolgt dann durch die klare Übermittlung der Botschaft. Dabei ist der Empfängerhorizont zu berücksichtigen.

Um den Gesprächspartner zu verstehen, müssen wir ihm zuhören und uns auf ihn einlassen. 

Hier findet das Vierohrenmodell Anwendung.

Der Kommunikationspartner wird sodann mit einer Verabschiedung wieder aus dem Gespräch entlassen. Es hat nun – hoffentlich erfolgreich – der Informationsaustausch stattgefunden.

3.3.2. Beziehung – Gemeinsam stärker – oder: “Wünschte, du wärst hier.“

Immer dann, wenn wir unsere Mitmenschen in unsere Tätigkeiten (Kap. 3.2.2) einbinden oder von unseren Mitmenschen eingebunden werden, gehen wir Beziehungen ein. 

Ein nach außen gerichtetes Agieren ruft ein Reagieren unserer Mitmenschen hervor. So entsteht eine Wechselwirkung zwischen den Elementen Aktion und Reaktion der Strukturregel.

Beziehungen bestehen also nicht nur zu Beziehungspartnern im engeren Sinne, sondern auch zum Beispiel zu den Eltern und Geschwistern, Freunden, Arbeitskollegen und Chefs, in der Gesellschaft auch für einen kurzen Moment zu dem Gegenüber in der U-Bahn.

Schlüssel: Win-Win-Verhältnis

Durch eine gelingende gegenseitige Einbeziehung werden beide Seiten gestärkt und erhöht. Beide Seiten lassen sich weiterhin Freiheit und Raum für eine eigenständige Entwicklung.  Sie sind aber auch insoweit gebunden, als dass sie gegenseitig in dem anderen einen verlässlichen Partner finden. So entsteht durch die Beziehung ein Win-Win-Verhältnis welches in das Glück der Gemeinschaft (Kap. 3.3.4) mündet.

Trick: Einladung

Beziehungen lassen sich nicht erzwingen, aber wir können hierzu einander einladen. Und genau dies ist der Trick und gleichzeitig das Rezept für eine gelingende Beziehung: Es ist die Einladung an den anderen, diesen am eigenen Leben teilhaben zu lassen.

Mit der Einladung gerichtet an den anderen, am eigenen Leben teilzuhaben, wird der Spagat möglich zwischen der dem Menschen aufgezwungenen Einsamkeit und dem Wunsch des Verschmelzens in Liebe und Partnerschaft. Es ist ein Spagat zwischen Freiheit und Bindung.

Praxis: Respekt, aus Selbständigkeit heraus, Unterstützung, Bindung

Eine Beziehung baut auf den gegenseitigen Respekt der Partner auf. Der Respekt ist das Fundament einer gelingenden Beziehung.

Respekt bedeutet Achtung vor dem Mitmenschen. Achtung bezeichnet die Fähigkeit, jemanden so zu sehen, wie er ist. Ich will, dass der andere um seiner selbst willen und auf seine eigene Weise wächst und sich entfaltet und nicht mir zuliebe (nachfolgend 3.) Es ist klar, dass ich nur Achtung vor einem anderen haben kann, wenn ich selbst zur Unabhängigkeit gelangt bin (nachfolgend 2.) Die Liebe ist das Kind der Freiheit, niemals das der Beherrschung. (Kapitel 2.3).

Wir können erst dann Liebe geben, wenn wir uns selbst annehmen und mögen. Dies setzt eine eigene Selbständigkeit voraus. Erst mit dieser Selbständigkeit können wir auf den anderen zugehen und im frei begegnen.

Die eigene Selbständigkeit ermöglicht es einem, auch dem anderen seine Freiheit zu lassen und dem anderen unterstützend beiseite zustehen.

4. Bindung

Bindung aufbauen und Freiheit bewahren
Mit Ehrlichkeit und Vertrauen kann nun eine Verbindung entstehen, die beiden Seiten gut tut.

3.3.3. Böses & Co. – Zeichen von Gier und Angst – „Hilf mir!“

Boshaftigkeiten sind kein Zeichen von Durchsetzungsvermögen. Böses führt nicht zur Stärke, sondern zur Gewalt. Böses wird geboren aus der Schwäche.

Angst & Co.(Kap. 3.2.3) aber auch Lebenslaster (Wut, Stolz, Gier usw., Kap. 3.1.3) lassen die Menschen boshaft werden. Misserfolg & Stress (Kap. 3.4.3) sind früher oder später die Folge – manchmal so spät, dass wir oder der böse Mensch den Misserfolg nicht mehr erleben, aber auf lange Sicht wird sich der Misserfolg einstellen. Zwischen Skylla und Charybdis hindurch geht es zum Glück (Kap. 3.1.4, 3.2.4, 3.3.4 sowie 3.4.4).

Böses zeigt sich im Verderben, in List und Lüge, Zerstörung, Krieg und Terror – und auch im Hass.

Wenn Böses mit Bösem vergolten wird, dann wird es nur vermehrt. Wie können wir Boshaftigkeiten nun begegnen?

Schlüssel: Verstehen

Boshaftigkeiten entstehen nie grundlos. Vielleicht gelingt es, die primitiven Triebbedürfnisse oder Ängste des anderen zu erkennen und das boshafte Verhalten zu verstehen. Aber deshalb müssen wir mit dem boshaften Verhalten noch lange nicht einverstanden sein. Vermutlich ist auch der Täter selbst mit seinem eigenen Verhalten nicht einverstanden.

Das Verstehen kann möglicherweise dazu führen, dass wir bei bösartiges Verhalten Nachsicht üben und verzeihen können. Wenn etwas Zeit vergangen ist, können wir ein an uns gerichtetes Versöhnungsangebot vielleicht auch annehmen. Vielleicht gelingt es uns auch, bei einem vertrauten Menschen die Boshaftigkeit hinwegzulieben. Liebe ist überhaupt ein guter Weg, Boshaftigkeiten zu begegnen.

Trick: nicht provozieren lassen

Eine weitere gute und einfache Möglichkeit Boshaftigkeiten zu begegnen ist, diese eben nicht zu bedienen, einfach nicht zu reagieren und sich nicht provozieren zu lassen. Der andere hat offensichtlich ein Problem.

Praxis: Abstand, Argumente, Mediation, Trennung

Nach einer erfolgten Boshaftigkeit gehen wir deshalb erstmal auf Abstand ohne gleich den Kontakt ganz abzubrechen. Damit kann jeder – der andere und man selbst – überlegen, was denn gerade in der Kommunikation schiefläuft.

Sodann sollten Argumente im Rahmen einer gelingenden Kommunikation (Kap. 3.1.1, gewaltfreie Kommunikation -) überzeugen.

Wenn Argumente nicht helfen, können wir andere Personen bitten, eine Klärung herbeizuführen, zum Beispiel im Rahmen einer Mediation oder auch gerichtlich.

Als letzter Schritt bleibt nur noch die Trennung. Erst dann, wenn der andere weiterhin einem auf boshafte Art und Weise nachstellt, müssen wir zu den Mitteln der Notwehr zur eigenen Verteidigung greifen.

3.3.4 Glück der Gemeinschaft – Liebesglück – oder: „Ich bin dankbar!“

Gelingende Beziehungen (Kap. 3.3.2) lassen Vertrautheit entstehen. Aus dieser Vertrautheit erwächst das Glück der Gemeinsamkeit.

Das Glück der Gemeinsamkeit ist im gesellschaftlichen Miteinander, in der persönlichen Begleitung und der Freundschaft zu finden. Das Glück der Gemeinschaft kann sich steigern bis hin zur Liebe. 

Es ist das Glück der Gemeinschaft, das geteilte Freude verdoppelt und geteiltes Leid halbiert.

Schlüssel: Dankbarkeit

Das Glück der Gemeinsamkeit, insbesondere in ihren höchsten Formen, der Freundschaft und der Liebe, kann nur geschenkt werden.

Deshalb dürfen wir dankbar sein, wenn es uns begegnet. Dankbarkeit ist eine gute Voraussetzung, um Glück zu erfahren.

Auch das Glück der Vorfreude (Kap. 3.1.4), das Glück des Tuns (Kap. 3.2.4) und das Glück der Zufriedenheit (Kap. 3.3.4) können wir nur eingeschränkt aktiv herbeiführen. Es müssen glückende Umstände dazu kommen, um in deren Genuss zu kommen. Einen Anspruch darauf gibt es nicht. Für glückende Umstände dürfen wir dankbar sein.

Trick: Teilen

Der Trick ist zu erkennen, dass einem alles nur geschenkt wird, nachdem man gelegentlich ein paar Voraussetzungen geschaffen hat.  Wir haben keinen Anspruch auf ein Gelingen oder gar Glück. Erst wenn in unserem Leben ein paar gute Einflüsse dazukommen kann es gelingen. Und wenn wir das, was uns gelingt, auch teilen, erhalten wir noch mehr geschenkt.

Praxis: Erkennen, Auskosten, Humor, Schatz

Erkenne den Moment des Glücks, dies ermöglicht dir, das Auskosten des Glücksmoments, verteidige ihn mit Humor und bewahre ihn als Schatz.  Dies ist wieder der Hinweis für alle Glücksausgestaltungen. Dies gilt also auch für das Glück der Gemeinsamkeit.

Das Glück der Gemeinsamkeit ist nicht Selbstverständlich. Glückliche Momente der Gemeinsamkeit ergeben sich nicht nur mit einem Liebespartner, sondern auch – und manchmal beständiger – mit Freunden, Nachbarn, Kollegen oder auch bei zufälligen Begegnungen.

Haben wir das Glück der Gemeinsamkeit erkannt dann können wir es auch auskosten solange es da ist.

Gemeinsam mit anderen Lachen oder wenn der andere uns zum Lachen bringt, so ist dies ungemein beglückend und bereichernd. Allerdings müssen wir in Krisensituationen schon mal das eine oder andere Auge zudrücken und brauchen wir Humor, um schwierige Zeiten gemeinsam zu überstehen.

Als Zeichen unserer Wertschätzung nennen wir unsere Liebsten auch Schatz.

3.4.1 Energiehaushalt – Alles knapp – oder: „ich weiß, was ich kann“

Energie (also Zeit, Geld, Kraft und Wissen, Kap. 3.2.1) ist regelmäßig knapp. Daher muss mit ihr gehaushaltet werden.

Der Energiehaushalt umfasst entsprechend der Energieformen den Zeithaushalt, Krafthaushalt, Geldhaushalt (Finanzhaushalt) und den Wissenshaushalt (Erfahrungshorizont).

Mit der Verwaltung des Haushalts wird darüber buchgeführt, wieviel Energie, also Zeit, Kraft, Geld und Wissen (Erfahrung), uns zur Verfügung steht. Die vorhandene Energie wird dann planvoll eingesetzt.

Schlüssel: Buchführung

Mittels Buchführung können wir den Überblick über den vorhandenen Energiehaushalt sowie über die geflossenen Energieströme erhalten.

So können wir feststellen, ob und wieviel Zeit, Geld, Kraft und Wissen vorhanden ist, um diese in unsere Projekte zu stecken.

Trick: Budgetierung
Nachdem feststeht, wieviel Energie (3.2.1) für die zukünftigen Tätigkeiten (Kap. 3.2.2) vorhanden ist, können wir Budgets für die Durchführung unserer Projekte erstellen.

Für die Projektplanung stehen nachfolgende Instrumente zur Verfügung.

Praxis: Kalender , Aufgabenverwaltung, Finanzplan, Dokumentablage

1. Kalender:
Die Energieverwaltung erfolgt mit einem Kalender für die Zeitverwaltung.

2. Aufgabenverwaltung:
In eine Aufgabenliste können wir die anstehenden Aufgaben eintragen und nacheinander abarbeiten. So behalten wir den Überblick.

3. Finanzplan:
Ein Finanzplan dient der Übersicht für die vorliegenden Finanzen. Im privaten Haushalt ist dies das Haushaltsbuch

4. Dokumentablage:
Eingehende Dokumente und Briefe werden in der Dokumentenablage gesammelt und geordnet. So haben wie immer Zugriff auf die notwendigen Dokumente.

3.4.2 Erfolg – Alles gut gegangen – oder: „Ich habe Erfolg“

Wenn alles gut gegangen ist, dann ist das Ergebnis der Tätigkeit ein Erfolg.

Der Erfolg lässt sich nicht garantieren, die notwendigen Voraussetzungen können allerdings dafür geschaffen werden. 

Erfolg entsteht als Folge einer zielgerichteten Tätigkeit (Kap. 3.2.2) in einem taugenden Lebensbereich (Kap. 3.1.2) mit gelingenden Beziehungen (Kap. 3.3.2).

Erfolg zeigt sich in der Leistung, dem Gelingen, dem Sieg, dem Triumph.

Auch ein Teilerfolg ist ein Erfolg.

Schlüssel: Bemühungen und Glück

Der Boden für Erfolg sind zielgerichtete Bemühungen, jedoch kein Erfolg ohne glückliche Umstände (fruchtbarer Boden oder glückliche Umstände)

Trick: Selbstsicherheit

Der Erfolg zeigt uns, dass wir in der Lage sind und auch weiterhin sein werden, unsere Ziele zu erreichen. Der Erfolg lässt uns über unsere Fähigkeiten und unser Selbst sicher werden. Dies führt zu der Selbstsicherheit, die uns bestärkt, auch bei weiteren Tätigkeiten erfolgreich zu sein.

Eine erfolgreiche Tätigkeit können wir ordentlich und sicher wie folgt abschließen:

Praxis: zu Ende führen, Aufräumen, verfügbar machen, Pause

1. Ende: Eine Tätigkeit sollte beendet werden, ohne eine Baustelle zu hinterlassen.

2. Aufräumen: Mit dem Aufräumen schaffen wir eine gute Basis für den Neuanfang.

3. Verfügbar machen: Unser Erfolgsergebnis sollte uns für einen späteren Abruf bereitstehen. Alles hat seinen Platz, so dass es auch von uns im Bedarfsfalle gefunden werden kann.

4. Pause: Schließlich ist Zeit für eine Pause.

3.4.3 Misserfolg und Stress – Ruhig Blut – oder: „Ich nehme mich an!“

Wer auf die Nase fällt, muss wieder aufstehen. Diese Tatsache, dass das Scheitern einen Lerneffekt bringt, macht es möglich, dass Sie sich selbst verzeihen können, manchmal bald, manchmal kann das auch eine Weile dauern. Was Sie sich hingegen im schlimmsten Fall nie werden verzeihen können, ist, etwas gar nicht erst versucht zu haben. Das arbeitet in uns weiter.

Misserfolg ist uns das undenkbare. Liebesverlust Ende Aus Tod. Daher geraten wir in Stress, wenn Misserfolg droht.

Dieses Kapitel steht am Ende der Widrigkeiten-Reihe. Lebenslaster, Ängste, Böses führen zu drohendem Misserfolg und damit sicher zum Stress. Der Misserfolg erfolgt, wenn man von seinem eigenen Weg abkommt.

Bei drohendem oder eintretenden Misserfolg geraten wir in Stress.  Erfolg lässt sich nicht garantieren. Aber die notwendigen Voraussetzungen, damit überhaupt ein Erfolg eintreten kann, lassen sich abschnittweise kontrollieren. Was wir nicht kontrollieren können, sollten wir loslassen und einfach geschehen lassen.

Exkurs: Stress auch bei Nichterfüllung von Bedürfnissen, gerade hier geraten wir unter Druck, wollen die uns übertragenen Aufgaben gut erledigen, so dass kein Platz mehr für unsere eigenen Bedürfnisse bleibt. Gerade hier also ist das Loskoppeln zugunsten unserer Bedürfnisse aus dem Stresszusammenhang erforderlich und für unsere Bedürfnisse einen eigenen Erlaubnisraum zu schaffen. insofern hier auch Teilebearbeitung was Erlaubnisräume angeht.

Stress und Misserfolg können aufgrund von Ressourcenmangel entstehen. Stress und Misserfolg entstehen aber auch als Folge einer Tätigkeit in einem Lebenslaster (Kap. 3.1.3), aus Ängsten & Co. (Kap. 3.2.3), aufgrund von Umgang mit Bösem (Kap. 3.3.3).

Der Misserfolg zeigt sich im Fehler, im Misslingen, in der Niederlage, im Scheitern.
Misserfolg gemacht zu haben und daraus Erfahrungen zu sammeln ist Voraussetzung für Erfolg. So lässt sich ein Misserfolg auch annehmen.

Schlüssel: Selbstannahme bei Misserfolg

Der Misserfolg und damit einhergehende Krisen gehören zum Leben dazu.

Doch Krisen sind gute Lehrmeister. Mit der Krisenbewältigung sammeln wir Erfahrung und neue Fähigkeiten zur Bewältigung vom Problemen. So können wir aus Krisen gestärkt hervorgehen. Mit dem Durchstehen von Krisen erhalten wir weitere Resilienz, d. h. wir werden widerstandsfähiger gegen ungünstige Lebensumstände. Ein bedeutender Resilienz Faktor ist die Akzeptanz unserer Leistungsgrenzen. Wir müssen weder alles sofort noch perfekt können. Stück für Stück können wir an einer harten Aufgabe wachsen, vielleicht holen wir uns auch eine blutige Nase – Narben sind sexy -. Vielleicht schaffen wir die Aufgabe nie, egal, dann liegen unsere Stärken wo anders. Wir nehmen uns so an, wie wir sind.
Ein weiterer Resilienz Faktor ist ein gelingendes Stressmanagement.

Trick: Kontrolle gegen Stress

Nicht sofort in den Stressfluss hineinbegeben. sich selbst erstmal kontrollieren, dann die Stressoren
Der Schlüssel für die Stressbewältigung ist es, den Stress zu kontrollieren. Stress entsteht durch Anspannung. Es gibt auch ein aktiven und gestalterisches Eingebunden-Sein. Positiver Stress ist sogar gewünscht. Der Mensch kann aber auch mit negativen Stress umgehen. Wir können diesen Stress kontrollieren durch Unterteilung der Aufgabe in kontrollierbare Teilbereiche

Wir müssen uns gegebenenfalls aus Teilbereichen ausklinken, wenn die Anspannung dort zu groß wird. Dann beschränken wir unsere Energie nur noch auf Bereiche, die unsere Kontrolle unterliegen. Oftmals tritt schon dadurch ein Erfolg oder zumindest ein nicht zu verachtender Teilerfolg ein. Und was nicht unserer Kontrolle unterliegt oder mangels eigener Ressourcen müssen wir loslassen.

Die innere Kontrollüberzeugung, ist der erfolgreichste Faktor ist. um mit negativen Stressgefühlen umzugehen.
hier: Einstellung zu Stress liegt unter unserer Kontrolle, was man kontrollieren kann ist schon mal die Einstellung zum Stress: Immer locker und lustig bleiben.

Praxis: – Stoppen – Loskoppeln, (Teilebearbeitung) – Rest geschehen lassen – Änderung

Hilfe: Gerade bei Stress
das Konzept nicht aufgeben
 Stoppen:

Raus aus Fluss, Stress erkennen und Verstehen:
Eine plötzlich eintretende schlechte Nachricht schockt erstmal. Wir geraten in Schockstarre und bekommen einen Tunnelblick. Und genau das macht uns handlungsunfähig. Wir verlieren die Kontrolle. Um die Kontrolle wieder über uns und die Situation zu bekommen treten wir zurück und lassen los. Wir gehen für einen Moment – oder auch länger – aus der Situation heraus. Wir gehen einen Schritt zurück, erhalten wieder festen Boden unter den Füssen. Nun machen wir uns vorwärts tretend an die Teilebearbeitung

Hilfe:
Erdung fühlen und in diese atmen
Nach der
Schocknachricht Situation zeitlich und örtlich verlassen in oder zur nächsten Viertelstunde wieder einsteigen

 Teilebearbeitung:

Prioritäten auf Aufgabenstapel, nichts aufschieben

 Stück für Stück tun (hier hinein 322:
Übersicht und Verstehen
Tun (ruhig Komfortzone kurzzeitig verlassen),
Delegieren,
Qualitätskontrolle),

Ablenkungen (insbes. Triebe, Personen) verschieben wir (Beruf kein Privatkram und Privat kein Berufskram) und weitere Aufgaben lehnen wir ab oder verschieben diese (zB auf Aufgabenstapel legen

Pausen und Freude über erzielte Teilerfolge (z.B. dabei aufräumen) vergessen wir nicht).
 Rest lassen: sich lösen, dies ist die Lösung
Der Rest, der nicht geschafft wird, lassen wir geschehen. Hierin besteht die eigentliche Kunst der Stressbewältigung, nämlich ruhig Blut zu bewahren, wenn etwas nicht geschafft wird und ein Misserfolg einzutreten droht (wobei der Misserfolg übrigens gar nicht eintreten muss). Hierbei helfen die Tricks der Widrigkeiten-Reihe: Das was nicht geschafft wird kann man lassen – Gelassenheit (aus Kap. 3.1.3 Lebenslaster), Achtsamkeit (aus Kap. 3.2.3 Ängste und Sorgen), Trennen (hier vom inneren und äußeren Kritiker, aus Kap. 3.3.3 Boshaftigkeiten), Selbstannahme (hier, Stress und Misserfolg).

Der Stress, etwas nicht zu bewältigen, kann ein solches Ausmaß erreichen, dass schon allein die seelische und körperliche Aufrechterhaltung eine Herausforderung ist. Diese Herausforderung unserer Gesunderhaltung nehmen wir an, alles andere fällt dann hinten über. Unser eigener Schutz hat oberste Priorität.

neue Kraft schöpfen

Schließlich sollten wir uns Zeit zwischen den herausgelösten Arbeitsteilen zum gesunden Ausgleich nehmen. Entspannung erhoffen sich viele in der Unterhaltung und Zerstreuung oder in einer Wellnessanwendung. Die Natur ist vermutlich aber die beste Lehrmeisterin im Stressalltag. Zurück zur Natur, insbesondere zu unserer eigenen Natur ist nun angesagt. In der Natur finden wir Ruhe, Stille und Entspannung. In uns selbst aktivieren wir unsere Selbstheilungskräfte.

3.4.4 Glück der Zufriedenheit – die größte Freude – oder: „Ich habe in mir Heimat!“

Zufriedenheit stellt sich ein, wenn wir zu einem gewünschten Ergebnis gekommen sind.

Das Glück der Zufriedenheit zeigt sich in der Erfüllung, Befriedigung, Harmonie, Eins-Sein mit sich und der Welt.

Das Glück der Zufriedenheit ist abschließende Teil der hier vorgestellten Glücksreihe. Das glückliche Leben ist ein Leben mit dem Glück der Vorfreude (Kap. 3.1.4), dem Glück des Tuns (Kap. 3.2.4), dem Glück der Gemeinsamkeit (Kap. 3.3.4) und dem Glück der Zufriedenheit (Kap. 3.4.4 hier).

Einzelne Glücksmomente sind die Krönung eines gelingenden Lebens. Ein glückliches Leben im Dauerzustand kann es aber nicht geben.

Schlüssel: In sich beheimatet sein

Die Folge eines gelingenden Lebens ist, dass wir bei uns selbst angekommen sind. Das gelingende Leben findet darin Ausdruck, dass wir mit uns im Reinen und im Einklang – also identisch – sind und in uns selbst Heimat haben.

Trick: Muße

Nachdem wir nun ein erwünschtes Ergebnis erreicht haben, können wir jetzt erstmal Durchatmen und dabei wieder Kraft schöpfen. Es ist die für ein zielfreies Nichtstun, für Muße.

Praxis: Erkennen, Auskosten, Humor, Schatz

Erkenne den Moment des Glücks, dies ermöglicht dir, das Auskosten des Glücksmoments, verteidige ihn mit Humor und bewahre ihn als Schatz.  Die vorgenannten und mehrfach wiederholten Hinweise gelten auch für das Glück der Zufriedenheit.

1. Erkennen:
Kleine und große gewünschte Ergebnisse können Quellen der Zufriedenheit sein. Wir können aber auch zufrieden sein, ohne überhaupt ein Ergebnis angestrebt zu haben.

2. Auskosten:
Lassen wir uns also Zeit, um das Glück der Zufriedenheit zu genießen. Wir dürfen es uns erlauben.

3. Humor:
Nehmen wir evtl. Misserfolge mit Humor. Vielleicht haben wir ja einen Teilerfolg erzielt.

4. Schatz:
Wir können unsere Erfolge für jetzt und die Zukunft als Schatz verbuchen und darauf aufbauen. Zufriedenheit und darüber hinaus die Seelenruhe oder unser Seelenfrieden sind der größte Schatz, den der einzelne Mensch überhaupt haben kann.

Das Glück der Zufriedenheit steht am Ende der Glücksreihe Es ist Ausdruck eines sinnvollen, eigenen, gelingenden und glücklichen Lebens.